rat+tat e.V.: Rostocks Verein für Schwule und Lesben

Direkt zum Hauptmenü, zum Inhalt, zur Sitemap wechseln.

20 Jahre rat+tat e.V. sowie 25 Jahre Lesben und Schwulenarbeit in Rostock

04.03.2010

Nachdem sich bereits im Mai 1985 ein Arbeitskreis „Homosexualität“ bei der evangl. Studentengemeinde Rostock gebildet hatte, war es dann am 2. März 1990 soweit.

Rund 100 Lesben, Schwule und Transgender trafen sich im damaligen „Haus der Armee“ (Ständehaus, heute Sitz des Oberlandesgerichts) um die neu erworbene Freiheit zu nutzen und möglichst schnell auf Vereinsebene für Akzeptanz und Gleichheit der Schwulen und Lesben einzutreten. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 19. April 1990 unter der  Nr. „6“ als einer der ersten Vereine In Rostock.

Erste Büroräume konnten im damaligen „Haus der Demokratie“ (heute IHk) eingerichtet werden, ein erstes kleines Vereinscafe in einer ehemaligen Wohnung am Strande 14 (das Haus existiert heute nicht mehr). Ab Januar 1991 etablierte sich dann die AIDS-Hilfe im Verein rat+tat e.V., ersten hauptamtlichen Mitarbeiter auf ABM-Basis bzw., auch Festanstellung  durch das Sozialministerium des Landes MV führten schnell zu einer Stabilisierung der Arbeit des Vereins und einer aktiven Beratungs- und Kulturarbeit. Neue Büroräume wurden zwischenzeitlich im Gerberbruch bezogen, einschl. des Vereinscafes „Taubenschlag“. 1998 dann der Entschluss, ein eigenes Haus zu erwerben. Mit viel Enthusiasmus und ehrenamtlicher Arbeit wurde somit das heutige „Regenbogenhaus“ geschaffen.

Einige erinnern sich sicherlich noch an die ersten Partys für  Lesben und Schwule im Rittersaal des Hauses der Demokratie, an die Diskotheken im „Haus der Freundschaft“, im „Club 81“, im „Interclub“, im „Theater des Friedens“ sowie an die Sommerfeste in der ESG in der Petrikirche.

Eine schwul-lesbische Kulturwoche fand erstmals 1992 mit mehreren Veranstaltungen statt und hatte ihren Höhepunkt 1995 mit der „HanseGAY“.

Der Verein rat+tat e.V. ist heute aus dem Vereinsleben in der Hansestadt Rostock nicht mehr weg zu denken. Aufklärungs- und Präventionsveranstaltungen an Schulen und Jugendeinrichtungen, Coming out-Arbeit, die Jugendgruppe „Schwerelos“, die Transgendergruppe, die schwul-lesbische Bibliothek, Diskotheken sowie die aktive Beteiligung an der jährlichen Vorbereitung des CSD machen den rat+tat e.V. zu einem sehr aktiven Verein, nicht nur für die rund 150 Mitglieder sondern für Alle, egal ob lesbisch, schwul, bisexuell oder Transgender.                                                             Euer Detlef

Hier geht's zu den Meldungen